Sammlung Lenikus

Das Konzept

Möglichkeit, Herz, Wille und der nötige Zufall, aus all dem eine Vision kreiert wird. Raum, der leer steht, jahrelange Begeisterung für zeitgenössische Kunst und Sammlertätigkeit, aus dem vorhandenem Raum und dieser Begeisterung, das formen, was die Vision zur Mission gestaltet. Martin Lenikus hat über Jahre hindurch zeitgenössische Kunst gesammelt und Kunstprojekte unterstützt. Aber ein Gespräch mit einem jungen Galeristen, der die Nöte so vieler Künstler beklagte, die nach dem Abschluss ihrer Ausbildung an Akademie oder Universität keine leistbaren Ateliers finden können, war für Martin Lenikus die Initialzündung, aus der Zufälligkeit dieser Information eine Idee, eine Vision zu formen, die in ihrer Art wohl einzigartig ist.

„Raum für Künstler und Kunst in Häusern der Lenikus Gruppe“

Die Lenikus Gruppe stellt Künstlern Räumlichkeiten für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung, ohne dass diese Miete oder Betriebskosten zu zahlen hätten. Ursprünglich als eine Starthilfe gedacht, entwickelte sich darüber hinaus eine Plattform für Kooperation, Diskurs und Befruchtung innerhalb einer heterogenen Gemeinschaft.

Die Keimzelle im Jahr 2004 war eine leerstehende Wohnung am Bauernmarkt 1, ein paar junge Künstler teilten sich diese, um darin zu arbeiten und sich auszutauschen. Sie entwickelten sich mit ihrer Arbeit, organisierten Ausstellungen mit Freunden und Studienkollegen und war hier kreatives Potential derart präsent, dass Martin Lenikus beschloss, diese Idee zu erweitern. Und so begann dieser kreative Kraftfluss durch das Haus Bauernmarkt 1 zu mäandern, wo und wann immer Räumlichkeiten frei wurde, waren diese bald neuer Arbeitsplatz für Künstler.

Nach und nach wurde auch das Haus Bauernmarkt 9 Künstlern geöffnet, Ateliers, Apartments für die artists in residence der Sammlung Lenikus und der Verein Contemporary Concern erweiterten das Spektrum in diesem Kunst-Cluster am Bauernmarkt. Ateliers und Ausstellungsräume, gleichsam Zellen dieses Organismus, das Arbeiten am eigenen Werk, konsistent kuratierte Ausstellungen, Performances, interdisziplinärer Diskurs, Austausch zwischen den internationalen Gästen der Sammlung Lenikus und den in Wien lebenden Künstlern, eine Plattform, ein Netzwerk, das über die Grenzen von Österreich hinausreicht.

Die Aktivitäten der Sammlung Lenikus sind ein Teil des Verständnisses der Lenikus Gruppe von gesellschaftlicher Verantwortung und Entwicklung. Die Flächen von rund 2000 m² werden vorübergehend zur Verfügung gestellt, um in dieser Zeit der Nutzung kreatives Potential zu fördern, zu bündeln und eine Umgebung zu gestalten, die Raum für etwas schafft, das über das einzelne, dort entstehende Kunstwerk hinausgeht: einen variablen Organismus eben, der die Stärke jeder der an ihm beteiligten Zellen vervielfacht.